Er braucht Werkzeug und den Wetterbericht
Um aus Wasser Strom zu erzeugen, müssen die Maschinen, Turbinen und Anlagen in den Kraftwerken von ebs einwandfrei laufen. Dafür sorgt Marcel Betschart – bei Sonnenschein wie bei Dauerregen.

Tosend rauscht die Muota am Kraftwerk Wernisberg beim Schlattli vorbei. Die letzten Tage hat es fast pausenlos geregnet. Viel Wasser – Grund zur Freude oder Sorge für ebs? «Wir können bei Dauerregen die Maschinen voll laufen lassen, aber nicht alles zu Strom verarbeiten. Überschüssiges Wasser lassen wir weiterziehen», erklärt Marcel Betschart.
Seit etwas mehr als zwei Jahren kümmert sich der 30-jährige Muotathaler als Kraftwerkmitarbeiter um den Unterhalt von Maschinen, Turbinen und Anlagen bei ebs. Das Wetter ist fixer Bestandteil seiner Arbeit. Laufend analysieren er und seine Kolleginnen und Kollegen die Wetterlage sowie Zuflüsse und Seestände. «Wir beurteilen täglich neu, wie viel Strom wir mit welchen Anlagen erzeugen können.»
Warten, pflegen, reparieren
Ein typischer Arbeitstag beginnt für Marcel Betschart um sieben Uhr morgens in der Betriebszentrale in Muotathal. Je nach Wochenplan ist er anschliessend an den diversen ebs-Wasserkraftwerken entlang der Muota unterwegs: vom Standort Glattalp über das grösste Werk in Wernisberg hin zum Kraftwerk Steineraa. Überall prüft er Öl- und Kühlwasserstände, schmiert Anlagen, kontrolliert diese auf ihre Funktionstüchtigkeit oder greift bei Bedarf zum Werkzeug.
Daneben kümmert sich Marcel Betschart um jährliche Unterhaltsarbeiten oder ist für den Pikettdienst im Einsatz. Gerade nach Starkregen müssen die Rechen bei den Werken von Laub oder Holz befreit werden, damit das Wasser wieder fliessen kann. Im Sommer gehört auch die Wartung der ebseigenen Glattalpbahn zum Pikettdienst. Im Winter hingegen räumt er im Bisisthal Schnee – eine Tätigkeit, die ebs für die Gemeinde Muotathal übernimmt. «Dann bin ich für eine Woche lang rund um die Uhr auf Abruf. Langweilig wird mir das ganze Jahr nie», lacht der gelernte Baumaschinenmechaniker.

Grosse Maschinen, grosse Freude
Vor seiner jetzigen Tätigkeit war Marcel Betschart als Servicetechniker tätig. Die ständigen Autofahrten quer durch die Zentralschweiz machten ihm, der privat am liebsten auf einer Wanderung oder einer Skitour in den Bergen ist, zu schaffen. Er bewarb sich auf eine ausgeschriebene Stelle bei ebs – «im Wissen, dass die Maschinen hier einiges grösser sind als jene, die ich beruflich bisher kannte. Schliesslich wird mit diesen Maschinen Strom erzeugt. Aber das faszinierte mich.» Nebst den unterschiedlichen Anlagen und Aufgaben freut sich Marcel Betschart vor allem auch über den tollen Teamgeist bei ebs. «Das Beste sind aber die vielen Tätigkeiten, die ich draussen ausführen darf.» Sogar bei Starkregen wie heute.
Fachmann/-frau Betriebsunterhalt
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